Office 2016 verteilen mit SCCM

Office 2016 steht als ISO Image zur Verfügung, Grund genug also, sich die Silent Installation genauer anzuschauen. Es besteht die Möglichkeit, Office direkt aus dem Download Center oder der MSDN herunterzuladen. Alternativ kann dies über das Office Deployment Toolkit bewerkstelligt werden, welches unter http://www.microsoft.com/en-us/download/details.aspx?id=49117 heruntergeladen werden kann. Das Deployment Tool besteht aus einer Setup.exe und einer Beispieldatei für die Konfiguration der Office-Installation.

Es ist neben der hier beschrieben Weise auch möglich, Office über das Office Customization Tool mit dem Parameter „Setup.exe /admin“ anzupassen, dies funktioniert aber nur mit Volume License Edition von Office. Dieses Verfahren ist hier beschrieben.

Aufbau Verzeichnisstruktur

Legen Sie nun die Setup.exe und Beispielkonfiguration (ich verwende den Namen „Office.xml“, dieser ist aber grundsätzlich frei wählbar) in einem Ordner ab und generieren innerhalb des Ordners einen Unterordner „Office“. Möchte man auch gleich Visio und Project mit verteilen, ist es auch möglich, einen Unterordner „Visio“ und „Project“ mit je einer dazugehörigen Konfigurationsdatei abzulegen. Soll aber nicht grade Visio und Project auf jeden Rechner verteilt werden auf dem auch Office installiert wird, empfehle ich hier die Source voneinander zu trennen, damit nicht die Massendaten aller drei Produkte zu den Clients heruntergeladen werden, auch wenn nur eins der Produkte notwendig ist. Am Ende werden Sie also folgende Verzeichnisstruktur erhalten:

  • Office (Folder)
    • Setup.exe
    • Office.xml
    • Office (Folder)
  • Visio
    • Setup.exe
    • Visio.xml
    • Visio (Folder)
  • Project
    • Setup.exe
    • Project.xml
    • Project (Folder)

Anpassen der Konfigurationsdatei

Nun muss die Konfigurationsdatei angepasst werden. Eine gute Dokumentation ist unter https://technet.microsoft.com/en-us/library/jj219426.aspx zu finden. Eine funktionierende Konfigurationsdatei (für Office) könnte wie folgt aussehen:

<Configuration>
  <Add OfficeClientEdition=“64″>
    <Product ID=“ProPlusRetail“ PIDKEY=“xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx-xxxxx“>
      <Language ID=“en-US“ />
      <ExcludeApp ID=“Access“ />
      <ExcludeApp ID=“InfoPath“ />
      <ExcludeApp ID=“Outlook“ />
      <ExcludeApp ID=“SharePointDesigner“ />
      <ExcludeApp ID=“Groove“ />
    </Product>
  </Add>
  <Updates Enabled=“True“ />
  <Display Level=“Full“ AcceptEULA=“True“ />
  <Property Name=“AutoActivate“ Value=“0″ />
  <Property Name=“ForceAppShutdown“ Value=“True“ />
</Configuration>

Wichtig zu beachten ist, dass der Wert „PIDKEY“ mit einer gültigen Seriennummer befüllt wird und im Wert ProductID eine dazu passende Produkt-ID hinterlegt wird. Für Office 365 ist die ProductID „O365ProPlusRetail„, für meine hier verwendete MSDN Version einfach „ProPlusRetail“ (Die auch leider nicht im oben genannten TechNet Artikel erwähnt wird).

Download der Massendaten

Hat man kein fertiges ISO zur Hand, kann nun der Download der Massendaten durchgeführt werden. Starten Sie hierzu die folgende Kommandozeile in administrativen Modus:

setup.exe /download configuration.xml

Installation

Sind die Massendaten verfügbar, kann die eigentliche Installation von Office beginnen. Starten Sie die folgende Kommandozeile im administrativen Modus:

setup.exe /configure configuration.xml

Verwendet man ein fertiges ISO mit der Setup.exe aus dem Office Deployment Kit, ist es möglich, dass man nun eine Fehlermeldung erhält, die besagt, dass die notwendigen Dateien nicht verfügbar sind. Das liegt daran, dass die Setup.exe des Deployment Kit eine definierte Version in Form eines Verzeichnis-Namen unter „Office\Data“ erwartet. Das MSDN ISO enthielt bei mir das Unterverzeichnis „16.0.4266.1003„, während die Setup.exe das Verzeichnis „16.0.4229.1024“ erwartet hat. Die kann einfach herausgefunden werden, indem man kurz den Download (wie oben beschrieben startet) und schaut was für ein Verzeichnis angelegt wird. Dieses wird dann gelöscht und das ursprüngliche Verzeichnis entsprechend angepasst. Alternativ verwendet man die Setup.exe die im ISO enthalten ist.

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