SCCM Installation #2 – SQL Server 2012 R2

InstallDatabase

Die Installation eines SCCM Servers ist die grundlegende Voraussetzung für die Verwendung und den Betrieb des Matrix42 Enterprise Managers. Leider ist die Installation von SCCM 2012 R2 mit einigen Fallstricken versehen. Deswegen soll die folgende Blogreihe durch die Basis Installation des SCCM Server führen.

In Teil 1  wurde die Erweiterung des Active Directory Schema erläutert, die für die Identifizierung der Serverkomponenten für den Client zuständig sind. Im nun folgenden Teil wird auf die Installation des notwendigen SQL Servers eingegangen.

Setup

Das Setup wird ganz normal über die setup.exe auf dem Installationsmedium ausgeführt. Im danach erscheinen Screen wird links die Installation gewählt und danach die Option zur Installation einer neuen SQL Server Instanz.

SCCMInstall_1_SQLServer_01

In den folgenden Dialogen wird die Lizenznummer eingetragen, der die EULA angezeigt und 2 Hotfixes zum Download angeboten. Die beiden Hotfixe müssen installiert werden.

Nach Installation der Setup-Support-Dateien wird gefragt, ob alles mit Standard Optionen werden soll, oder eine manuelle Auswahl der Konfiguration erfolgen soll. Hier muss unbedingt die Option „SQL Server Feature Installation“ gewählt werden.

SCCMInstall_2_SQLServer_02

Bei der Auswahl der Features, werden die folgenden Optionen aktiviert

  • Database Engine Service
  • Full-Text and Semantic Extractions for Search (Nicht zwingend für den ConfigurationManager notwendig, wird aber vom OperationsManager verwendet)
  • Wenn benötigt, können noch die Management Tools installiert werden.
    SCCMInstall_2_SQLServer_03

Es kann wahlweise eine benannte Instanz oder die Default Instanz installiert werden.
SCCMInstall_2_SQLServer_04

Auf dem Screen zur Konfiguration der Serviceaccounts kann der „SQL Server Agent“, die „SQL Server Database Engine“ und die „SQL Server Reporting Services“ mit dem Account „SYSTEM“ konfiguriert werden (Muss manuell wie im folgenden Screenshot gezeigt eingegeben werden). Sollen die SQL Dienste mit Netzwerkdiensten (wie z.B. Mail) kommunizieren, ist es empfehlenswert die Dienste mit einem AD Service Konto zu konfigurieren. Die Startup-Typen können verbleiben wie im Standard.
SCCMInstall_2_SQLServer_05

Auf der gleichen Seite im Tab „Collation“ muss die Sortierreihenfolge eingestellt werden. Für SCCM ist es entscheidend, dass die Collation „SQL_Latin1_General_CP1_CI_AS“ für den Server eingestellt wird (Es reicht nicht aus, später nur die Datenbank auf diese Collation einzustellen).
SCCMInstall_2_SQLServer_06

Für die Authentifzierung kann die Standardoption „Windows Authentication mode“ aktiviert bleiben. Hier werden zudem alle Gruppen oder Benutzer hinzugefügt, die Administrativen Zugriff den SQL Server erhalten sollen. Es ist empfehlenswert je eine Gruppe für „SQL Server Administratoren“ und „SCCM Administratoren“ im AD vorzuhalten und diese beiden Gruppen in die Berechtigungen einzutragen.
SCCMInstall_2_SQLServer_07

Wenn gewünscht kann in diesem Dialog (Im Tab „Data Directories“) noch das Basisverzeichnis für alle Datendateien (SQL Datendateien, Transaktionlog-Dateien, Temp-Datenbanken und Backup Verzeichnis) verändert werden.
SCCMInstall_2_SQLServer_08

Für die Reporting Services wird die Option „Install and configure“ gewählt.Nach einigen weiteren Dialogen startet die Installation des SQL Servers.

Speziell beim Einsatz des SCCM empfiehlt Microsoft die Maximale- und Minimale Arbeitsspeichernutzung des SQL Server einzustellen. Dies wird im SQL Management Studio -> in den Eigenschaften des SQL Server -> im Unterpunkt „Memory“ durchgeführt. Empfohlene Werte für SCCM sind folgend gezeigt. Grundsätzlich gilt: Im Idealfall ist der SQL Server in der Lage die gesamte DB in den RAM zu laden.
SCCMInstall_2_SQLServer_15

Ist die Installation des SQL Servers abgeschlossen, muss ggf. noch die lokale Windows Firewall konfiguriert werden. Im Gegensatz zu vielen anderen Setups, wir die Windows Firewall nicht durch das SQL Server Setup automatisch konfiguriert.

Starten Sie das SnapIn für die „Windows Firewall with advanced security“.

Im Kontextmenu der „Inbound-Rule“ wird eine neue Regel angelegt.
SCCMInstall_2_SQLServer_09

Es wird „Port“ als Option ausgewählt
SCCMInstall_2_SQLServer_10

Das Protokoll ist TCP. Jede SQL Server Instanz verwendet Ihren eigenen Port. Die erste Instanz verwendet in der Regel den Port 1433. Der genutzte kann im „SQL Server Configuration Manager“ (siehe Startmenü) umgestellt werden.
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Die Connection wird „erlaubt“…
SCCMInstall_2_SQLServer_12

…und für alle drei Firewall Profile freigeben.
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Der Name für die Firewall-Regel kann beliebig gewählt werden.
SCCMInstall_2_SQLServer_14

Die Schritte für die Konfiguration der Firewall muss wiederholt werden, wenn Datenbankinhalte via SQL Server Broker an andere Standorte repliziert werden sollen. Die Einstellungen sind wie folgt zu setzen:

  • Port 4022
  • Protokoll: Tcp
  • Profile: Alle
  • Name: SQL Server Broker 4022 (TCP-In)
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